Holzarten

Holzarten

Bei uns erhalten Sie alle Holzarten die in unseren Breiten Wachsen (dazu zählt beispielsweise auch der sogenannte amerikanische Nussbaum, junglans nigra). Wir beziehen die Hölzer vom Thurgauer Seerücken, aus dem Hegau, dem Breisgau, dem Elsass und die Olivenbäume vom Gardasee.

Das Holz wird im eigenen Holzlager abgelagert.

apfel

apfel

Herkunft & Beschaffung
Unsere Apfelbäume stammen aus dem Bodenseeraum, sowie aus dem Rheintal zwischen Elsass und Markgräfler Land.
Wir haben ca. 1,5 Kubikmeter Apfelbaum in Längen zwischen 1,50 und 1,80 m am Lager. Ein Stamm mit der seltenen Länge von 2,75 m ist ebenfalls verfügbar.

Birnbaum

Birnbaum

Eiche

Eiche

Herkunft & Beschaffung
Unsere Eichen stammen von der Thurgauer Gant und aus dem Bodenseeraum. Einen schönen Stamm mit 90 cm Durchmesser haben wir aus einem Konstanzer Garten geholt.

Traditionelle Verwendung
Ausstattungsholz für Möbel, Vertäfelungen und Parkett; Konstruktionsholz für mittlere Beanspruchung im Hoch-, Tief- & Wasserbau, Maschinen- und Fahrzeugbau; Spezialholz für Eisenbahnschwellen und Weinfässer, zum Drechseln und Schnitzen; für Faser- und Spanplatten, Möbel, Paneele, Leisten.

Eiche (geräuchert)

Eiche (geräuchert)

Herkunft & Beschaffung
Bei der Räuchereiche können wir keine genaue Herkunft angeben. Wir beziehen das Material von verschiedenen Holzhändlern. Wir beziehen ausschliesslich durchgeräucherters Holz.

Herstellung
Die Räuchereiche ist keine eigene Holzart.
Beim sogenannten Räuchern reagiert der Gerbsäureanteil der Eiche auf Salmiakdämpfe. Dies führt zu einer dunklen Verfärbung des Holzes. Zudem bilden sich Salze, welche das Holz geschmeidiger und widerstandsfähiger machen. Daher eignet es sich auch gut als Parkett - auch im Bereich von Industriefußböden.
Die dunkle Färbung ist lichtbeständiger als eine natürlich dunkle Holzfarbe.

Elsbeere

Elsbeere

Herkunft & Beschaffung
Die Elsbeeren beziehen wir überwiegend aus dem Rheintal zwischen Markgräfler Land und Offenburg. Teilweise auch aus dem Thurgau.

Traditionelle Verwendung
Da das Holz sehr kurzfaserig und dicht ist und - einmal getrocknet - wenig 'arbeitet', findet es bis heute Verwendung für:
Mess- und Zeichengeräte, wissenschaftliche Instrumente, im Maschinenbau (Wellen, Walzen, Weberschiffchen). Bildhauer-, Drechsler- und Schnitzarbeiten. Flötenbau. Furnierholz & Spezialholz für Einzelmöbel.
Das Holz wurde unter dem falschen Namen "Schweizer Birnbaum" als Birnbaumersatz gehandelt - ist aber unterdessen teurer als Birnbaum.

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Esche (Braunkern)

Esche (Braunkern)

Herkunft & Beschaffung
Eschen stehen in sehr großer Zahl auf dem Schweizer Seerücken oberhalb des Bodensees. Daher beziehen wir unsere Eschen ausschliesslich beim Bodensee-Gant. Aus gestalterischen Gründen kaufen wir überwiegend sogenannte Kerneschen ein, haben aber auch reinweiße Eschen am Lager.

Traditionelle Verwendung
Aufgrund ihrer hohen Elastizität und Schlagzähigkeit wird die Esche traditionell für Äxte, Hammerstile und Turngeräte (Barrenstangen) verwendet. Aber auch im Möbelbau kommt sie gerne zum Einsatz und erlebte in den achtziger Jahren einen wahren Boom. 
Der Braunkern der Esche ist ein reiner Farbkern. Die Verwendung der Kernesche erfolgt aus rein dekorativen Gründen.

Hainbuche

Hainbuche

Herkunft & Beschaffung
Hainbuchen sind im Handel schwer zu finden. Wir beziehen sie daher auf dem Bodensee-Gant oder bei Submissionen in der Region.

Traditionelle Verwendung
Vielseitige Verwendung im Maschinenbau, Wagner- oder Drechslerholz, Schreinerwerkzeug, Hobel, Schraub- oder Spannzwingen, Klaviermechanik, Kleinmöbel, Schumacherleisten, Maßstäbe und Messapparate, Metzgerklötze, Küchenutensilien.
Wir verwenden das Holz gerne, wenn es darum geht ein modernes Design zu vermitteln, da es nicht so 'holzig' wirkt. Die Maserung in Form von Jahrringen ist kaum sichtbar und geseift hat das Holz einen leichten Grauton.

Kirschbaum

Kirschbaum

Herkunft & Beschaffung
Wir beziehen unser Kirschbaumholz ausschliesslich beim Bodensee-Gant im Thurgau. Es handelt sich dabei um die Wild- oder Vogelkirsche, wie sie im Wald vorkommt. Die Stämme erreichen große Längen, sodass wir bis zu 7 Meter lange Kirschen am Lager haben.

Traditionelle Verwendung
Möbelholz & Vertäfelungen, Gebrauchs- und Galanteriewaren (= modische Accessoires), Schnitzwerk & Kunsttischlerei, frühe Holzschnitte (Japan | Europa), dekoratives Ausstattungsholz.
Die bei der Rindenverletzung austretende gummiartige Flüssigkeit (Katzengold) wurde früher industriell (zur Versteifung von Filzhüten) und medizinisch (Hustensaft) genutzt.

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Nussbaum (Hickory)

Nussbaum (Hickory)

Nussbaum (Schwarznuss)

Nussbaum (Schwarznuss)

Herkunft & Beschaffung
Die Schwarznuss (Junglans nigra) ist im Gegensatz zur Walnuss (Junglans regia) in Nordamerika heimisch und wird daher im Möbelhandel auch als "amerikanischer Nussbaum" bezeichnet, während die Amerikaner von "black walnut" sprechen. Wir beziehen unsere Schwarznuss unterdessen ausschliesslich aus dem Rheintal, wo das Holz bereits seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angebaut und kultiviert wird. Die Schwarznuss ist gleichmässiger in der Maserung und hat mehr rot-violett-Anteile im Braunton, als die leicht grünliche, manchmal ins Graue tendierende Walnuss.

Traditionelle Verwendung
Wertvolles Möbel- und Furnierholz, Inneneinrichtung, Laden- und Treppenbau, Wand- und Deckenverkleidungen, Bodenbeläge / Parkett, Drechsler-, Kerb- und Schnitzarbeiten, Musikinstrumente: Klavierbau, früher Nähmaschinen, Fernsprechkästen, Gewehrschäfte, Leisten, Knöpfe, Paneele, Propeller für Flugzeuge.
Die Verwendung des Holzes der Schwarznuss ist dem der heimischen Walnuss sehr ähnlich. Allerdings bevorzugt die Möbelindustrie das Holz der Schwarznuss, da hier eine uniforme Qualität geliefert werden kann.

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Nussbaum (Walnuss)

Nussbaum (Walnuss)

Herkunft & Beschaffung
Die Walnuss, welche von den Römern nach Deutschland gebracht wurde, wächst überwiegend freistehend auf Wiesen und in Gärten. Dementsprechend beziehen wir Nussbäume häufig von Bauern oder Eigenheimbesitzern. Vereinzelt tauchen Nussbäume auf dem Bodensee-Gant oder in Submissionen auf. Auch aus dem Elsass beziehen wir hin und wieder einzelne Stämme.
Das Holz der freistehenden Walnussbäume ist wilder und lebhafter, als jenes der Schwarznuss, welches überwiegend aus Forstbeständen stammt.

Traditionelle Verwendung
Nussbaum ist ein gesuchtes Holz für edle Möbel, Vertäfelungen und Parkett. Es wird bis heute für Gehäuse hochwertiger Elektronikgeräte verwendet. Ebenso zum Drechseln und Schnitzen, für Knöpfe, Instrumente, Intarsien, Gewehrschäfte. Wurzelholz für Armaturenbretter. Die Queen-Anne-Epoche in England, sowie die Renaissance-Möbel in Italien waren eng mit dem Einsatz von Nussholz verbunden.
Die Ausdünstungen der Blätter gelten als Abwehrmittel gegen Insekten (Baum wird windbestäubt, da Insekten den Geruch nicht mögen), im Mittelalter galten sie als reinigend: Krankenzimmer wurden damit ausgeräuchert.

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Olive

Olive

Herkunft & Beschaffung
Derzeit haben wir nur einen Olivenstamm am Lager. Er stammt aus Ligurien in Norditalien und wurde von uns mit eigenem Fahrzeug aus einem Olivenhain geborgen. Im deutschen Holzhandel ist Olivenholz in größeren Abmessungen kaum zu beziehen und wird wenn, dann zu Kilopreisen gehandelt.

Traditionelle Verwendung
Feine Drechsler- und Tischlerarbeiten abnutzungsbeständiges Parkett. Ausstattungsholz für Innen Nutz- und Zierholz im 19. Jahrhundert beliebte Holzart für Einlegearbeiten in Marketerien im frühen Schiffsbau für Dübel und Zapfen aufgrund seiner Elastizität Stock- und Bürstenherstellung. Brennholz/Holzkohle.

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Platane

Platane

Herkunft & Beschaffung
Platanen sind im Holzhandel und auch bei Sägereien kaum zu bekommen. In den Sägewerken sind sie unbeliebt, weil sie als traditionelle Alleebäume häufig eingewachsenen Nägel von früheren Plakatanschlägen enthalten. Diese sind im Voraus nicht zu erkennen und machen die Sägeblätter kaputt. Wir hatten immer mal wieder Gelegenheit, einzelne Stämme bei Fällarbeiten in Konstanz oder auf einer Submission zu erwerben. Einen sehr schönen Stamm haben wir auch aus dem Elsass beziehen können.

Traditionelle Verwendung
Das Platanenholz zeichnet sich durch eine große Härte und eine eigenwillige, sehr interessante Zeichnung aus (=> 'Spiegel'). Es wurde früher im Möbelbau und als Spezialholz für Sportgeräte verwendet. Auch Wellhölzer wurden traditionell aus Platanenholz hergestellt. Die Holzart wird erst seit dem 18. Jahrhundert in Deutschland angepflanzt.
 

Riegelahorn

Riegelahorn

Riegelahorn ist keine eigene Holzart sondern eine Wachsanomalie beim Ahorn. Die Faserverlauf ist nicht gerade, sondern wellig, wodurch mehr oder weniger gleichmässige Querwellen entstehen. Durch die unterschiedliche Lichtbrechung entsteht eine eigene Tiefenwirkung im Holzbild. (=> Riegelung)

Herkunft & Beschaffung
Riegelahorn wird von Furnierhändlern gesucht und steht daher im Massivholzhandel kaum zur Verfügung. Nur das geschulte Auge erfahrener Furniereinkäufer kann die Riegelung an der Baumrinde erkennen. 
Wir bekamen einen Stamm von unserem Sägewerk im Thurgau, da die Riegelung nicht erkannt wurde und der Stamm 'aus Versehen' auf der Massivholzsäge landete. Leider haben wir nur noch eine einzige Tischplatte aus diesem Stamm vorrätig. 
Traditionelle Verwendung
Der Riegelahorn findet als Furnier Verwendung, im gehobenen Innenausbau, sowie im exklusiven Möbelbau.
Traditionell wird der Riegelahorn für halbakkustische Gitarren verwendet.
 

Rotbuche (Braunkern)

Rotbuche (Braunkern)

Herkunft & Beschaffung
Kernbuchen beziehen wir überwiegend direkt von Gartenbaubetrieben in Konstanz, welche immer mal wieder schöne Stämme in Gärten fällen müssen.

Traditionelle Verwendung
Im Möbelbau ist der Thonet-Stuhl Nr. 14 | 1859 das erste aus Buchenholz im Bugholzverfahren seriell hergestellte Möbel (Holz gut biegefest), Parkett,Vertäfelungen, Schuhabsätze, Spiel- und Werkzeug, Haushaltsgeräte, Schiffs- & Wagenbau, Böttcherei, Fahrzeug-, Maschinen- & Industriebau, Sperrholz- & Zellstoffindustrie, teeröl-imprägniert als 50 Jahre haltbare Schwellenhölzer im Eisenbahnbau, Glasherstellung (16. Jhd., Waldglas), Bucheckern zur Tiermast & Ölproduktion

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Ulme

Ulme

Herkunft & Beschaffung
Da die Ulmen seit einigen Jahren in der Schweiz und in Süddeutschland erneut vom Ulmensterben bedroht sind, wird es immer schwieriger Ulmenholz zu erwerben. Der Ulmensplintkäfer hat sich in den letzten 10 Jahren von Frankreich kommend in der Schweiz ostwärts ausgebreitet, sodass auf dem Bodensee-Gant seit drei Jahren kein Ulmenholz mehr zur Versteigerung steht. Wir haben uns daher im weiter östlich gelegenen Kanton St. Gallen mit ausreichend Ulmenholz eingedeckt, sodass wir noch über 10 Kubikmeter am Lager haben.

Traditionelle Verwendung
Verwendung überall dort, wo hohe Anforderungen an Härte, Stoss- und Druckfestigkeit gestellt werden: Möbel, Vertäfelungen, Parkett, Hoch-, Tief-, Schiffs-|Boots- und Waggonbau, Spezialholz für Sportgeräte, Werkzeugstiele, Spielwaren, Drechslerei. Früher war es ein beliebtes Konstruktionsholz für Lafetten (fahrbare Gestelle für Kanonen).
Der Rindenbast lässt sich zu Bindematerial, Seilen und Bienenkörben verarbeiten. Heilzwecke: Tee regt Blase und Nieren an, Absud aus der Rinde zum Waschen von Geschwüren, Wunden, Hautausschlägen.